Fallstudie · Videoproduktion · Sirnach TG · 2026 · 4 Min. Lesezeit

Endlich ein erster Eindruck, der zur Arbeit passt

Über 100 Kunden, Filme für Swiss Life und den Kanton Thurgau — und eine alte WordPress-Seite, auf der davon nichts ankam. Diese Fallstudie zeigt, wie aus Logo, Farben, Schrift und Messeauftritt ein Markensystem wurde, das bis heute hält, und warum die fertige Seite ein Jahr später noch einmal von Grund auf neu gebaut wurde. Offengelegt: Aus diesem Projekt ist eine laufende Zusammenarbeit geworden — Clemens Frei führt inzwischen für Webroids die Erstgespräche.

Startseite von C-Pictures mit der Überschrift «Gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden mit Videos, die Ihre Qualität zeigen»
4'029 → 832 ms
grösster Bildaufbau auf dem Handy (LCP, 75. Perzentil)
  • Vorher, Handy4'029
  • Vorher, Desktop2'100
  • Nachher, Desktop1'150
  • Nachher, Handy832
1. Aug. bis 16. Sep. 2026 gegen 17. bis 21. Sep. 2026PostHog, Felddaten www.c-pictures.ch
7 Tage
vom ersten Commit bis zur umgestellten Domain
10. bis 17. September 2026Git-Historie und PostHog-Hostdaten
33
Seiten in der Sitemap, alle in diesen sieben Tagen neu gebaut
Stand 22. September 2026sitemap-0.xml von c-pictures.ch, Git-Historie

C-Pictures ist eine Videoproduktion in Sirnach TG mit sechs Personen. Die Filme waren stark, der erste Eindruck war es nicht: Eine alte WordPress-Seite zeigte nichts von der Qualität dahinter. Entstanden sind ein Markensystem aus Logo, Farben, Schrift und Messeauftritt — Teal und Orange aus der Farbgebung im Film, Korn wie in älteren Filmen — und ein Auftritt, der Projekte vor Leistungen stellt. Ein Jahr später wurde die Seite in sieben Tagen von Webflow auf Astro neu gebaut, wobei der grösste Bildaufbau auf dem Handy von 4'029 auf 832 Millisekunden fiel (PostHog, Felddaten). Zur Einordnung: Aus dem Projekt ist eine laufende Zusammenarbeit geworden, Clemens Frei führt für Webroids die Erstgespräche.

Ausgangslage

Die Videos waren das Erste, was überzeugte — und das Letzte, was ein Besucher zu sehen bekam. C-Pictures dreht in Sirnach für Swiss Life, den Kanton Thurgau, InventX und rund hundert weitere Unternehmen. Davor stand eine alte WordPress-Seite: grauer Hintergrund, eine Zeile über Leidenschaft, ein Button zum Portfolio. Die Kundenstimmen darunter waren lange Textblöcke, umgeben von einer Logoreihe, in der zwei Logos als kaputter Bildplatzhalter luden. «Klingt nicht schlecht» war die ehrlichste Reaktion, die diese Seite auslöste. Erst wer auf Portfolio klickte und einen Film laufen liess, verstand, was dieser Betrieb kann. Der erste Eindruck arbeitete damit gegen die Arbeit — bei einer Firma, deren Produkt genau das ist: der erste Eindruck von jemand anderem.

Vorgehen

Vier Entscheidungen, in dieser Reihenfolge.

Der erste Anlauf beim Branding war der falsche

Die erste Richtung war sauber gestaltet und hatte mit C-Pictures nichts zu tun. Aufgefallen ist das erst, als sie fertig auf dem Tisch lag. Also zurück auf Anfang, diesmal nicht von der Gestaltung her gedacht, sondern von der Arbeit: Teal und Orange sind die Farben, in die Filme seit Jahrzehnten gegradet werden, und das Korn liegt über jedem älteren Film. Im Logo stehen C und P so ineinander, dass sie zusammen ein Kreuz bilden. Dieses System hält jetzt fast zwei Jahre — über Webseite, Messestand, Social und Print, ohne Nachbesserung.

Wortmarke auf einer Grossfläche: das C als Objektiv, körniger Verlauf von Türkis nach Orange
Wortmarke auf einer Grossfläche: das C als Objektiv, körniger Verlauf von Türkis nach Orange

Das Strategiedokument vor der ersten Seite

Ziel, Zielgruppe, zwei Personas, Entscheidungskriterien, Einwände, Sitemap. Das Dokument hielt auch 14 offene Punkte fest, statt sie zu überspielen, und benannte den kritischen darunter: Ohne Resultatzahlen pro Referenzprojekt bleiben die Projektseiten schwach. Die Zielgruppe wurde nicht nach Branche geschnitten, sondern nach Rolle — Inhaberinnen und Inhaber von KMU in der Ostschweiz, die allein entscheiden, kein Marketingteam haben und die Seite abends auf dem Handy anschauen.

Projekte vor Leistungen

Für einen Inhaber entscheidet die Referenz, nicht die Leistungsliste. Deshalb folgt auf der Startseite nach dem ersten Bildschirm kein Leistungsraster, sondern ein einzelnes Projekt mit Ziel und Resultat; das Portfolio ist aus der Navigation direkt erreichbar, die Leistungen sind es nicht. Jede Projektseite beginnt mit Problem und Konzept und nennt danach die Zahlen, die C-Pictures für das Projekt vorlegt — bei der Kampagne für Häberlin Architekten 725'000 Aufrufe, 22'000 Klicks und rund 20 Leads.

Projektabschnitt der Startseite: Ziel und Resultat stehen vor dem Bild
Projektabschnitt der Startseite: Ziel und Resultat stehen vor dem Bild

Die Einwände auf die Seite, nicht ins Verkaufsgespräch

Aus dem Strategiegespräch kamen zwei belegte Einwände: zu teuer, und wir arbeiten schon mit einer Agentur. Beide stehen heute im FAQ, mit Zahl und Zusage — ein Imagefilm ab CHF 7'000, die meisten Projekte zwischen 7'000 und 15'000, und ein Satz, dass die bestehende Agentur für Strategie und Kampagne zuständig bleibt. Dazu kam der Einwand, den Inhaber selten laut sagen: nicht gerne vor der Kamera zu stehen. Eine Preisseite wurde bewusst nicht gebaut, weil jedes Projekt anders kalkuliert ist.

Vom Baukasten auf eigenen Code

Die Seite lief seit dem Sommer 2025 in Webflow — der erste gemessene Aufruf datiert vom 29. Juli 2025. Sie sah richtig aus und war zu langsam. Auf dem Handy dauerte der grösste Bildaufbau rund vier Sekunden, gemessen an echten Besuchern und nicht im Labor. Bei einem Betrieb, der mit dem ersten Eindruck handelt, sind vier Sekunden schwarzer Bildschirm genau der Fehler, den das Projekt beheben sollte.

Am 10. September 2026 begann der Neubau auf Astro, am 17. September antwortete c-pictures.ch aus einem Cloudflare Worker. Sieben Tage, 33 Seiten, alles vorgerendert, ohne Webflows JavaScript und ohne jQuery. Ein Eins-zu-eins-Übertrag war es nicht: Die Filme laufen als HLS-Streams über Cloudflare Stream, die Seitenwechsel sind Übergänge statt Neuladen, und die Inhalte liegen als Daten im Projekt statt im Layout — womit eine neue Projektseite ein Eintrag ist und kein Seitenbau.

Ergebnis

Der grösste Bildaufbau (LCP, 75. Perzentil) fiel auf dem Handy von 4'029 auf 832 Millisekunden, auf dem Desktop von 2'100 auf 1'150. Der erste sichtbare Inhalt (FCP) ging von 1'628 auf 780 Millisekunden zurück. Gemessen ist das mit PostHog an den Besuchern derselben Domain, 1. August bis 16. September gegen 17. bis 21. September 2026. Eine Zahl ging in die andere Richtung: Die Reaktionszeit auf Eingaben (INP) stieg von 80 auf 158 Millisekunden, weil die Seitenübergänge zuletzt dazukamen und nicht gemessen wurden. Was hier nicht steht, ist der Satz, dass mehr Anfragen hereinkommen. Das Messfenster nach dem Livegang ist fünf Tage lang, und die Anfragen liegen in Odoo, nicht nach Quelle ausgezählt.

Wie gemessen wurde

Gemessen sind die Web-Vitals-Werte, die PostHog aus den Browsern echter Besucher von www.c-pictures.ch meldet, als 75. Perzentil und ohne erkannte Bots. Verglichen wird das Webflow-Fenster vom 1. August bis 16. September 2026 (428 LCP-Messungen) mit dem Astro-Fenster vom 17. bis 21. September 2026 (65 Messungen). Die sieben Tage liegen zwischen dem ersten Commit des Astro-Projekts am 10. September und dem ersten Abruf von c-pictures.ch aus dem Cloudflare Worker am 17. September 2026. Die 33 Seiten sind die Einträge der Sitemap, ausgezählt am 22. September 2026.

4'029 → 832 ms
grösster Bildaufbau auf dem Handy (LCP, 75. Perzentil)
  • Vorher, Handy4'029
  • Vorher, Desktop2'100
  • Nachher, Desktop1'150
  • Nachher, Handy832
1. Aug. bis 16. Sep. 2026 gegen 17. bis 21. Sep. 2026PostHog, Felddaten www.c-pictures.ch
7 Tage
vom ersten Commit bis zur umgestellten Domain
10. bis 17. September 2026Git-Historie und PostHog-Hostdaten
33
Seiten in der Sitemap, alle in diesen sieben Tagen neu gebaut
Stand 22. September 2026sitemap-0.xml von c-pictures.ch, Git-Historie
Alte WordPress-Startseite: grauer Hintergrund, Firmenname, ein Satz über Leidenschaft, ein Button zum Portfolio
Neue Startseite: Nutzenversprechen als Überschrift, Kundenzahl darüber, zwei Wege in den nächsten Schritt
VorherNachher
Dieselbe Startseite, gleicher Ausschnitt. Links steht, was die Firma gerne tut. Rechts steht, was der Besucher davon hat — mit der Kundenzahl über der Überschrift und einem zweiten Weg für den, der erst Arbeiten sehen will.
Alte Kundenstimmen als zwei lange Textblöcke, darunter eine Logoreihe mit zwei kaputten Bildplatzhaltern
Neue Kundenstimmen als Videostimmen mit Auswahl zwischen drei Personen
VorherNachher
Die Kundenstimmen waren Textblöcke, die niemand liest, zwischen Logos, von denen zwei als kaputter Platzhalter luden. Bei einer Filmproduktion ist das doppelt teuer: Sie hat die Stimmen auf Video und zeigte sie als Zitat.
Plakat im Markensystem
Projektabschnitt der Startseite mit Ziel und…
Projektseite mit den Kampagnenzahlen Aufrufe, Leads…

Clemens Frei, Geschäftsführer C-Pictures GmbH

Beeindruckende Präzision und Professionalität – wie aus Hollywood. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Clemens FreiCEO, C-Pictures GmbHFreigegeben am 21. September 2026

Häufige Fragen aus der Branche

Ihr arbeitet heute mit C-Pictures zusammen. Warum steht das Projekt trotzdem als Fallstudie hier?

Weil die Zusammenarbeit aus diesem Projekt entstanden ist und nicht umgekehrt. Am Anfang stand ein Auftrag für eine Webseite, wie jeder andere. Währenddessen zeigte sich, wie ähnlich beide Seiten arbeiten und worauf sie hinauswollen, und daraus wurde eine laufende Zusammenarbeit — Clemens Frei führt heute für Webroids die Erstgespräche. Das gehört an die erste Stelle und nicht ins Kleingedruckte, und es heisst: Das Zitat auf dieser Seite ist keine unabhängige Kundenstimme. Die Zahlen sind davon unberührt, weil sie nicht aus einer Einschätzung stammen, sondern aus den Browsern echter Besucher derselben Domain.

Wie wichtig ist der erste Eindruck einer Webseite wirklich?

Bei C-Pictures war er der ganze Fall. Die Filme überzeugten jeden, der sie sah — nur sah sie kaum jemand, weil die Startseite davor nichts versprach, was zum Weiterklicken gebracht hätte. Wer eine Leistung verkauft, die man erst beim Ansehen versteht, verliert die Kundschaft nicht am Angebot, sondern an den zehn Sekunden davor. Deshalb beginnt die neue Seite mit einem Nutzenversprechen und einem Film, nicht mit einem Firmenporträt.

Warum wurde die fertige Seite ein Jahr später noch einmal neu gebaut?

Wegen der Geschwindigkeit. Die Webflow-Seite sah richtig aus, brauchte auf dem Handy aber rund vier Sekunden bis zum grössten Bildaufbau — gemessen an echten Besuchern. Bei einem Betrieb, der mit dem ersten Eindruck handelt, sind vier Sekunden schwarzer Bildschirm genau der Fehler, den das Projekt beheben sollte. Der Neubau auf Astro entfernte Webflows JavaScript und jQuery und liefert alle Seiten vorgerendert aus.

Wie lange dauert es, eine bestehende Seite auf eigenen Code umzustellen?

Hier lagen sieben Tage zwischen dem ersten Commit und der umgestellten Domain, bei 33 Seiten. Möglich war das, weil die Umstellung in Durchgängen läuft: zuerst jede Seite unverändert nachgebaut und gegen die laufende Version geprüft, dann die Bausteine ersetzt, dann die Inhalte angebunden. Wer stattdessen neu gestaltet und gleichzeitig umzieht, rechnet mit Wochen statt Tagen.

Wer pflegt die Inhalte nach dem Livegang?

Texte, Projekte, Videos und das Team liegen als Daten im Projekt und nicht im Layout. Ein neues Projekt ist damit ein Eintrag und kein Seitenbau: Die Detailseite, ihr Platz in der Übersicht und ihr Eintrag in der Sitemap entstehen daraus von selbst.

Was kostet ein Auftritt aus Marke und Website?

Der Preis hängt daran, wie viel davon neu entsteht: Strategie, Markenauftritt, Texte, Fotos und Umsetzung sind einzelne Posten, und wer eine bestehende Marke mitbringt, liegt deutlich tiefer als wer bei Null anfängt. Den Rahmen legen wir vor Projektstart fest, nicht danach.

Gleiche Ausgangslage in Videoproduktion?

Zwanzig Minuten am Telefon. Danach weisst du, was ein solches Projekt bei dir kosten und wie lange es dauern würde. Fixpreis nach dem Workshop, schriftliche Zufriedenheitsgarantie.